Australien 2006
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20.07.06 Gibb River Road 2 - Drysdale bis Mornington - GPS   16° 39,4' S   125° 55,6' E Karte

Panorama
Am Manning River

Gibb River Road, Teil 2

Die Rückahrt von den Mitchell Falls kam mir nicht so wild vor wie die Hinfahrt. Entweder war das Wasser in den Crossings schon etwas gefallen, oder das Wissen, dass man es schon einmal geschafft hat, hat geholfen; das Bangen um die Reifen war auf jeden Fall dasselbe... Die Leute nennen das hier "Cattle-Country", weil alles irgendwie zu einer Rinderfarm gehört, aber ich hab es "Rattle-Country" getauft, weil man hier so "schön" durchgerüttelt wird!

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Miners Pool - Campen mit Kühen

Drysdale Karte und Miners Pool Karte

Und weiter geht's: Auf dem Rückweg von den Mitchell Falls haben wir auf der Drysdale Station am "Miners Pool" campiert. Nun ist Drysdale eine Cattle-Station und die Rindviecher laufen dort überall rum, auch auf dem Campground. Sprit und ein paar Lebensmittel "nachgetankt" (beides zu horrenden Preisen) und weiter geht's zurück auf die "Gibb".

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Manning Falls

Manning River und Manning Gorge

Der nächste Stopp war "Mount Barnett Roadhouse" auf der Gibb River Road. Hier gibt es einen Campground am Manning River, sogar mit Wasserklo und Duschen (allerdings kalt). Da wir erst mal genug Rüttelei hatten, sind wir noch einen Tag geblieben, haben uns eine "warme" Dusche am Roadhouse (für 2,20$ extra) gegönnt und den Walk zu den Manning Falls gemacht. Das war schon lohnenswert, wenn auch das Schwimmen dort einiges an Überwindung kostet - kalt!!! Abends wurden wir dann von Ex-Deutschen, die wir schon in Kununurra getroffen hatten, ans Campfire eingeladen. War schön, bis die anfingen uns von ihrer Kirche und dem Heiligen Geist überzeugen zu wollen - jedem seinen Glauben (und mir den meinen), aber Missionare brauch ich im Urlaub nicht!

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Galvans Gorge

Galvans Gorge Karte

Die Galvans Gorge gehört auch zur Mt. Barnett Station. Ein pittoresker (wie auch immer man das schreibt) Wasserfall mit schönem Badepool. Leider kein Camping. Wir haben hier nur einen kurzen Stopp vor dem Abzweig zum "Mornington Wilderness Camp" gemacht. Dazu mehr auf der nächsten Seite...

Rics Kommentar: Miners Pool war eigentlich sehr schön: Sehr geräumiger Campground mit einer ganzen Reihe Gruben-Toiletten (diese allerdings gewöhnungsbedürftig). Nur wenige Camper waren dort, und wir hatten ein schönes Lagerfeuer. Ein paar gefällte Bäume liegen herum, bei denen man sich Holz holen kann (gut dass wir immer Axt und Säge mitführen). Das Wasser war leider nicht sehr klar, aber es war schön dort am Ufer, und die paar versprengten Rindviecher haben eigentlich nicht gestört. Nur nachts wurde es lausig kalt...

Manning Gorge war für mich eine Überraschung: Obwohl Mt. Barnett recht touristisch ist (schließlich die einzige Versorgungsstation in sehr weitem Umkreis), und die Preise überhöht sind, war es am Manning River sehr nett. Der Walk zur Gorge mit den Fällen war lang, aber nicht schwer. Es gab einiges zu sehen, und die Fälle waren auch schön (wenn nicht gerade die Leute einer Bus-Tour dort herumgeführt wurden). So war der zusätzliche Tag, den wir an der Manning Gorge verbracht haben, fast wie "Urlaub". Nur zum "Einkaufen" im sauteuren Roadhouse (mit sehr begrenztem Angebot) muss man 7km steinige Rüttelpiste fahren...

Auch Galvans Gorge ist schön, aber sie gilt als die am besten zu erreichende Gorge an der Gibb: Direkt an der Straße parken, dann etwa 1km einfacher Walk. Entsprechend herrscht dort ein stetes Kommen und Gehen, und so haben auch wir dort nur einen kurzen Stopp gemacht. Wir wollten ja noch weiter nach Mornington, und dazu muss man gut 90km weg von der Gibb, in noch viel entlegeneres Gebiet. Aber das ist schon wieder eine eigene Geschichte...


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